Claudia Wieczorek: Dem Kinderraub entkommen

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Jeden Tag werden überall auf der Welt Kinder geraubt.
Manche werden nie gefunden.

Dem Kinderraub entkommen 
- erlebt und aufgeschrieben

von Claudia Wieczorek geb. Neumann:

Vielleicht "stolpert" ja Jemand über diesen Beitrag und meldet sich, 
daher möchte ich dich bitten auch meinen Geburtsnamen zu veröffentlichen: 
Claudia Wieczorek geb. Neumann.

 

Als ich 1975/ 1976 auf der Grundschule, Comeniusschule in Hannover, 
in der 1. oder 2. Klasse war, so genau weiß ich das leider nicht mehr,
ereignete sich auf dem Heimweg von der Schule 
die nun folgende Geschichte. 

 

Ich war 6 oder 7 Jahre alt und mit zwei anderen Mädchen 
auf dem Bonifatiusplatz, Höhe Bonifatiusschule, 
unterwegs nach Hause bzw. zum Kinderhort. 
Es war sonnig an diesem Tag 
und wir drei Mädchen hatten alle Scout-Schulranzen auf. 
Diese Schulranzen waren mit einem Griff am „Deckel“ ausgestattet, 
sodass der Ranzen über Tragegurte auf dem Rücken 
oder am Griff als Tasche getragen werden konnte. 

 

Wir trugen unsere Ranzen auf dem Rücken, 
als aus dem Nichts ein weißer Transporter anhielt. 
Die Seitentür flog auf 
und zwei Männer sprangen aus dem Fahrzeug. 
Diese Männer stürzten sich auf uns 
und griffen dabei zielgerichtet nach dem Tragegriff am Ranzen. 
Ich war sehr schmal vom Körperbau 
und der Ranzen passte erst in der 5. Klasse so richtig zu meiner Statur. 
Als also einer der Männer meinen Tragegriff packte, 
spürte ich den Druck der mich nach hinten zog 
und kurz bevor ich den Halt verlor, 
rutschte ich quasi aus dem Ranzen 
und rannte blitzschnell einige Meter weg. 
Der Ranzen fiel zu Boden und der Mann ließ von mir ab. 
Ich sah wie auch ein anderes Mädchen am Schulranzen gegriffen wurde 
und eins am Boden lag. 
Ich hatte fürchterliche Angst 
und fing aus Leibeskräften an zu schreien. 

Da dieses Ereignis direkt neben einem Spielplatz stattfand 
und meinen Schrei wohl kräftig genug war, 
ließen die Männer von uns ab und sprangen wieder ins Auto zurück. 
Der Wagen verschwand so schnell wie er erschienen war. 

Niemand, kein Erwachsener, 
wollte mir diese Geschichte glauben 
und meine Mutter meinte ich hätte zu viel Phantasie…

Ich bin dankbar und hoffe aus tiefstem Herzen, 
dass ich mich richtig erinnere
und wirklich kein Kind an diesem Tag verschwand!

Claudia Wieczorek geb. Neumann

 

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Qual der Ungewissheit: "Erstarrt in Trauer" 25.05.2019 
Tauchen Kinder nicht mehr auf, leiden viele Menschen mit. 
Obwohl die Polizei oft umfangreiche Fahndungen einleitet, 

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