Heilen statt Strafe

Heilen statt Strafe

Herrschaft folgt bekanntermaßen dem Grundsatz ‚Teile und herrsche‘
um die Macht zu halten und zu vermehren.
Dies führt in der Gesellschaft zur Ansammlung von Menschen                                                                                                                 mit gleichen oder ähnlichen Störungen, Schwächen oder Stärken:
- Machthaber (mehrheitlich Männer) - die sog. ‚Elite‘ vom Lat. ‚Auslese‘
hier die Auslese der am schwersten gestörten Menschen)
- Reiche
- deren Werkzeuge:
• Kirche, Sekten, Religionen
• Staat,
• PolitikerInnen,
• BeamtInnen,
• Geheimdienst,
• Polizei,
• Militär,
• Medien
• ‚Bildung‘ im Sinne von Programmierung,
• Psychiatrie
• Gesundheit i.S. von gezielter Abhängigkeitserzeugung von Chemie und Technik,
• Nachrichten – wonach wir uns richten sollen infolge gezielter und andauernder
Falschdarstellungen der Lebenswirklichkeit
 
und die von ihnen Benutzten und Ausgebeuteten
- das Volk, ebenfalls unterteilt in:
• Wohlhabende (mehrheitlich Männer)
• Durchschnitts-‘Verdienende‘
• Arme (mehrheitlich Frauen)
und die Verlierenden / Verlorenen (mehrheitlich Frauen)
- die Ungeborenen
- Kinder
- Jugendliche
- Schwache
- Kranke – auch nochmal nach Krankheiten unterteilt untergebracht
- Süchtige, Abhängige – ebenfalls unterteilt
- Behinderte
- Alte
- Gefangene
- Obdachlose
- Flüchtlinge
- Sterbende.
 
Die Verwahrung und Verwaltung dieser ‚Verlierer‘-Gruppen er-folgt durch vorgeblich
‚Fach- oder Sachkundige‘ in bezahlten und entmenschlichten Zusammenhängen.
 
Es ist offensichtlich, dass dieses beabsichtigte Getrenntsein nur zu mehr Störung,
zu mehr Krankheit, zu mehr Abhängigkeit und Ausgeliefertsein führt
- wie von den Machthabenden gewollt.
 
Selbstverantwortete Heilung und Gesundung ist so nicht möglich.
 
Mehrgenerational seit Jahrtausenden entstandene systematisch die gesamte Gesellschaft                                                 durchsetzende Sexualverbrechen von mehrheitlich Männern an mehrheitlich Frauen
und Kindern lassen sich nicht durch einfaches Wegsperren im Strafvollzug auflösen.
 
Die bislang übliche Resozialisierung und 'Therapie' bei Sexualstraftätern
hat nach entsprechenden Studien gezeigt, 
dass sie letztlich allesamt wirkungslos waren.
Das liegt:
- am mittelalterlichen System des Straf-Vollzuges,
- an dem Irrglauben, dass Menschen von anderen geheilt werden können -
durch Therapien o.a.
- aber natürlich zuallererst an einer Gesellschaft, die auf Herrschaft beruht
in der es ohnehin nur um Anpassung an die Gegebenheiten von Herrschaft geht.
Die sich nicht anpassen, werden aussortiert oder ausgelöscht - so oder so.
 
Es braucht grundsätzlich die klare Unterscheidung zwischen Menschen,
die im Laufe ihrer Lebens durch eigene Entscheidung zu aktiven Tätern wurden
(fast ausschließlich Männer)
und denen, die durch Druck, Drohungen und Angst 
zu passiven Mit-Tätern/ Täterinnen wurden – darunter sind auch Frauen.
Passive Täter / Täterinnen misshandeln und vergewaltigen aus eigenem Antrieb nicht,                                                                 sie sind weniger gestört und eher zur Selbstheilung fähig.
Für andere Menschen sind sie nur dann gefährlich, wenn sie infolge
von Persönlichkeitsabspaltungen aktive Täteranteile entwickeln mussten.
 
Aktive Täter / Täterinnen müssen, wenn sie als solche wahrgenommen worden sind,                                                                zunächst einmal so untergebracht werden, 
dass von ihnen keine Wiederholungsgefahr ausgeht. 
Allerdings taugt die sogenannte Sicherheitsverwahrung dazu nicht,
da sie keinerlei Möglichkeit der Heilung enthält.
 
Dazu bedarf es der Aufnahme dieser schwer gestörten und verletzten Menschen                                                                                jeweils einzeln! in für sie geeignete und gesicherte kleine spirituelle Lebensgemeinschaften,                                                       in denen sie durch gelebte Liebe, Wahrhaftigkeit
und Vergebung befähigt werden, das eigene Verwundetsein und Gestörtsein wahrzunehmen                                                          und ihre daraus folgenden Taten und Verbrechen 
als solche zu sehen und sie zu bereuen.
 
Erst auf dieser Grundlage wird es ihnen möglich bewusst und eigenverantwortlich                                                                     Wege der Wiedergutmachung für ihre Opfer und für die Gesellschaft als Ganzes 
zu entwickeln und umzusetzen.
Dies ist die Voraussetzung für die Heilung dieser uralten gesellschaftlichen Wunde.
 
Not-wendig ist immer und grundsätzlich die Persönlichkeitsnachreifung und Heilung.
 
 
Menschen, die in Liebe aufwachsen und selbst nicht Gewalt unterworfen wurden
fügen auch anderen Wesen keine Gewalt zu - allenfalls als Notwehr oder im Affekt
als Unglück.
 
Strafe bedeutet immer in irgendeiner Weise Rache und dies ist ein Handeln,
das sich am Vergangenen ausrichtet.
Aber es braucht ein Handeln im Hier und Jetzt, welches das Künftige nährt.
 
Die einzige mögliche Grundlage für wirkliche Heilung ist Wahrhaftigkeit und Liebe,
aus der heraus Loslassen und Vergebung möglich wird seitens der betroffenen Opfer
und Einsicht, Scham und Reue seitens der Täter / Täterinnen.
Nur dann kann wirkliche Heilung geschehen für Menschen und für die Menschheit.
Nur dann kann eine geschwisterliche Gesellschaft im Bewusstsein 
der Ebenbürtigkeit
auf Grundlage der Einzigartigkeit aller Wesen entstehen.
Unser Leib beweist jeden Augenblick, dass in jeder Wunde
(= in dem durch Gewalt getrennten ursprünglich Zusammengehörigen)
ein Wunder wurzelt - das Wunder der Heilung:
des augenblicklichen Bestrebens im Leib / im Leben,
dass gewaltsam Getrennte und ursprünglich Zusammengehörige 
wieder miteinander zu verbinden.
Unsere Ahnen wussten, dass Heilung der heiligen Kraft entstammt
und in jedem Augenblick möglich ist.
Selbst unter Herrschaft wird dies noch immer - wenn auch als Ausnahme
statt als mögliche Regel - weltweit bezeugt:
unter dem zutiefst wahren Begriff der Wunder-Heilung.
Eingeborene Lebensgemeinschaften bewahrten das Wissen, 
dass alle Menschen gleichermaßen verantwortlich sind für die Wunden, 
die den Einzelnen zugefügt werden:
infolge von Unwissenheit, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, 
Trägheit aller anderen und vor allem der eigenen Angst 
selbst Opfer von Gewalt zu werden, selbst verwundet zu sein.

Die Ältesten der Hopi Nation in Oraibi, Arizona, 
wandten sich im Jahre 2000 mit einer Botschaft an alle Menschen:
"Was tut ihr? Wo lebt ihr?
Wie sind eure Beziehungen? Seid ihr in richtiger Beziehung?
Wo ist euer Wasser? Kennt euren Garten.
Es ist Zeit eure Wahrheit zu sprechen.
Gestaltet eure Gemeinschaft. Seid gut zueinander.
...
In dieser Zeit der Geschichte können wir nichts persönlich nehmen,
am allerwenigsten uns selbst. Wenn wir dies tun,
kommen unser seelisches Wachstum und unsere Lebensreise zu einem Halt.
Die Zeit der einsamen Wölfe ist vorbei.
Sammelt euch!
Entlasst Mühsal und Kampf aus Worten und Taten.
Alles, was wir jetzt tun, muss auf heilende Weise vollbracht
und gefeiert werden.
Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.”